Auszüge aus der Zeitschrift "Dogs", September 2009

Umfragen über Hundekot auf Spielplätzen, Gehwegen, Parkanlagen von Pedigree:  6% der Befragten waren Hundehasser, allerdings räumen 85 % der Nichthundebesitzer den Hunden einen festen Platz in unserer Gesellschaft ein!

Professor Dr. Kurt Kotrschal, erforscht seit einem Jahrzehnt die Hund-Mensch-Beziehung. Laut Kotrschal ist die Verbannung der Hunde aus der Öffentlichkeit jedoch der falsche Weg. Er fordert beidseitiges Engagement: Hundehalter müssen Rücksicht nehmen und ihre Tiere gut erziehen, Menschen ohne Hunde müssen sich mit dem Verhalten von Hunden besser auskennen.

„Wir erwarten auch von einem Menschen, der kein Auto oder Fahrrad fährt, dass er sich mit der Straßenverkehrsordnung auskennt.“

Peter Messent, britischer Veraltensforscher, machte eine wissenschaftliche Untersuchung über Hunde als „Kontaktknüpfer“: Die gleichen Menschen mussten mal mit, mal ohne Hund im gleichen Gebiet spazieren gehen. Dabei wurden Häufigkeit, Dauer und Art des Kontaktes gemessen. Ergebnis: Die Personen wurden sehr viel häufiger angesprochen und in Unterhaltungen verwickelt,  wenn sie mit Hund spazieren gingen. Fremde Personen nutzten den Hund gezielt als „Eisbrecher“. Da es in unserer Kultur eher unüblich ist, Fremde anzusprechen, konnte diese Hemmschwelle besser überwunden werden, wenn Menschen von Hunden begleitet wurden. Es gilt als sozial akzeptabel, Tiere von Unbekannten anzusprechen oder anzufassen.

„Hunde sind heute kein Ersatz für zwischenmenschliche Beziehungen, aber im anonymen Stadtleben notwendige Sozialgefährten.“

Viele, internationale Studien bestätigen: Kinder, die mit einem Hund im Haus leben, sind im Vergleich mit hundlosen Altersgenossen stressresistenter, bekleiden häufiger soziale Ämter, ihre Eigenständigkeit ist besonders gut ausgeprägt.

Prof. Reinhold Bergler vom psychologischen Institut der Universität Bonn, hat in einer Studie festgestellt, dass Großstadtjugendliche mit Hundebegleitung mehr Freude am Leben haben und weniger kriminell oder drogenabhängig werden.

Befragungen in verschiedenen Großstädten zeigen: 74 % der Hundehalter fühlen sich durch Politik und Medien „durch immer neue Verordnungen diskriminiert und kriminalisiert“ (Pedigree Studie 2007). Denn wenn 100 Halter die Häufchen ihrer Hunde verlässlich entfernen, reichen nur 3 nicht entfernte Haufen aus, um das Ansehen aller Hundehalter zu ruinieren. „Es muss von den Politikern für ein gutes Hundeklima in der Stadt gesorgt werden.“

In vielen Großstädten werden bereits Informationsveranstaltungen angeboten, die einen Dialog zwischen den Fronten in Gang bringen sollen, gleichzeitig werden Tütenautomaten aufgestellt. In den bisher bearbeiteten Bezirken konnte die Situation durch diese Maßnahmen deutlich verbessert werden. In München dürfen Hunde fast überall frei laufen, Ordnungsbeamte sorgen dafür,  dass jeder Hundehalter die Hinterlassenschaften seines Hundes entfernt.

Hundeführerscheine können (und werden bereits in vielen Städten absolviert) werden und damit hat der Hundehalter das Recht, seinen Hund in den meisten Grünanlagen von der Leine zu lassen. Vergünstigungen bei Versicherung und Hundesteuer animieren die Hundeführer, ihre Hunde besser zu erziehen und sorgen für ein besseres Klima unter den Menschen.

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